Die Geschichte

Wie kam es zum „Postzylinder“?

Vor mehr als sechzig Jahren änderte sich die Situation der Zutrittsmöglichkeiten in Stiegenhäusern aus zwei Gründen. Erstens wurden die Sprechanlagen modern und verstärkt eingebaut. Zweitens wurde ein Gesetz erlassen, das Hausbesorger nicht mehr verpflichtete tagsüber im Haus anwesend zu sein. Somit wurde die Postzustellung zu einem Problem.

Die Lösung war schnell gefunden. Aus dem „Z-Zylinder“ (der Hauptzylinder in den Hausbrieffachanlagen) wurde ein elektrischer Schlüsselschalter gemacht, welcher die Tür öffnet. Der Haken an der Sache war jedoch: Den Schlüssel hatte nur die Post. Für den Einbau und den Service benötigte der Elektriker auch einen Schlüssel.

Als Lösung etablierte sich das BG-Torsprechstellenschloss.  Mit dem zugehörigen BG-Testschlüssel kann das Schloss an der Torsprechstelle geöffnet werden, nicht aber die Briefkästen. Der Postzusteller hat mit seinem Schlüssel uneingeschränkten Zutritt ins Stiegenhaus.

Innerhalb der nächsten Jahre wurde ein Großteil der Stiegenhäuser in Wien mit dem BG-Torsprechstellenschloss ausgestattet. Doch der Schlüssel wurde immer beliebter und so entstand das Problem.